POSITIVE CORNER #10 – Das Ozonloch: Vom Schreckgespenst zur Erfolgsgeschichte
- Bernd Lorscheider
- 8. Mai
- 1 Min. Lesezeit
In den 1980er-Jahren wurde das Ozonloch zum Symbol für ein Umweltproblem, das außer Kontrolle geraten war: Satellitenbilder zeigten eine dramatisch ausgedünnte Ozonschicht über der Antarktis, die Medien titelten: „Lebensgefahr in der Dose“, und der Begriff FCKW wurde zu einem globalen Warnsignal. Heute, vier Jahrzehnte später, zeichnen dieselben Überwachungsprogramme ein anderes Bild: Die Ozonschicht erholt sich – langsam, aber messbar. Diese positive Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines der erfolgreichsten globalen Umweltpolitikprojekte: des Montrealer Protokolls von 1987.
Die Erholung der Ozonschicht ist mehr als nur eine Randnotiz in den Naturwissenschaften – sie ist eine Lektion in Sachen Politik in Echtzeit. In einer Zeit, in der Umwelt- und Klimapolitik oft als langsam, umstritten und ineffektiv wahrgenommen wird, liefert das Ozonloch ein Gegenbeispiel, das die positive Kraft des Zusammenspiels zwischen
wissenschaftlicher Evidenz,
globaler Zusammenarbeit und
technologischem Wandel
zeigt, die für die Bewältigung der heutigen globalen Herausforderungen von entscheidender Bedeutung ist.





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