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POSITIVE CORNER #20: Ein leiser, aber bedeutender Fortschritt

  • Autorenbild: Bernd Lorscheider
    Bernd Lorscheider
  • 17. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Weltweit haben in den letzten beiden Jahrzehnten Milliarden Menschen erstmals Zugang zu Elektrizität erhalten – ein leiser, aber bedeutender Fortschritt, der unser Bild von globaler Entwicklung grundlegend verändert.



Ein anderer Blick auf Energie und Entwicklung

Vor 25 Jahren lebten - je nach Quelle - ca. 1,5 - 2 Milliarden Menschen ohne Strom. Heute ist diese Zahl laut UN auf rund 650 Millionen gesunken - trotz einem Bevölkerungswachstum von ca. 6 auf über 8 Milliarden Menschen!

Hinter diesen Zahlen stehen konkrete Verbesserungen: Licht für Kinder, die abends lernen können, Strom für Gesundheitsstationen und Kühlketten, Ladegeräte für Handys, über die Informationen, Banking und Märkte erreichbar werden. Diese stille Revolution des Energiezugangs zeigt, wie gezielte Investitionen, internationale Programme und technologische Innovation zusammenwirken können, um Lebensbedingungen nachhaltig zu verändern.


Aktuelle Analysen machen deutlich, dass sich die Zahl der Menschen ohne Elektrizität in gut 20 Jahren mehr als halbiert hat. Besonders dynamisch war die Entwicklung in Teilen Asiens: Länder wie Indien und Bangladesch konnten den Anteil der Bevölkerung ohne Stromzugang innerhalb weniger Jahre massiv reduzieren, teils von hunderten Millionen auf zweistellige Millionenwerte. Zugleich verdeutlichen die Daten, dass ein „Zugang zu Strom“ zunächst ein Minimalniveau meint, das aber eine entscheidende Grundlage für weitere soziale und wirtschaftliche Entwicklung bildet. (ref. https://ourworldindata.org/number-without-electricity).

Die neueste Ausgabe des UN Berichts „Tracking SDG 7: The Energy Progress Report“ zeigt, dass sich die meisten Regionen der Welt dem Ziel des universellen Zugangs nähern. Lediglich in Subsahara-Afrika bleibt der der Zuwachs noch deutlich hinter anderen Regionen zurück, wenngleich es zuletzt bedeutende technologische Entwicklungen in Afrika gab, die sich das erhebliche Potential in der Nutzung von Solarstrom zunehmend zunutze machen. Davon wird noch zu berichten sein.


Ermutigende Signale: Millionen gewinnen Strom

Laut internationalen Organisationen wie WHO, IEA und UN, beweist der bisherige Fortschritt , wie viel möglich ist, wenn politische Prioritäten, passende Finanzierungsmodelle und bezahlbare Technologien zusammenkommen.


“Since 2010, 1.5 billion people have gained access to clean cooking and 800 million have gained access to electricity, showing that with the right policies, progress is possible."



Nationale und internationale Institutionen und Verantwortliche zeigen damit, dass sie Milliarden Menschen aus der energetischen Dunkelheit holen können. Dafür braucht es weit- und umsichtige Führung, die niemanden zurück lässt, gezielte Unterstützung der schwächeren durch die stärkeren Länder und wirksame Instrumente. Die sich hier andeutende ω-Dimension der Führung fördert Kooperation statt Konkurrenz, verbindet und stärkt alle Akteure und macht gemeinsame Potentiale und Fortschritte sichtbar. In der ω-Dimension zielt Führung auf die Entwicklung und Realisierung universaler, menschlicher Standards für jeden Einzelnen, jede Organisation und jede soziale Gemeinschaft. "Thinking universality" verbindet sich hier mit "living diversity" als Fundament der Nachhaltigkeit im Zusammenleben und -arbeiten aller Menschen dieser EINEN Welt.

 
 
 

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